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»The Green Knight« - Keine leichte Kost

Gestern war ich endlich mal wieder im Kino. Dorthin gelockt hatte mich die neue Interpretation der Geschichte um Gawain und den Grünen Ritter. Schon beim Anblick des Trailers war klar, dass es sich hierbei nicht um Popcorn-Kino wie bei Guy Ritchie‘s „Legend of the Sword“ handeln würde. Aber ich hatte richtig Bock auf diesen Film ... und wurde nicht enttäuscht. Der Film ist schwermütig, ebenso wie der „Held“ der Geschichte. Manchmal weiß man nicht: Ist es ein Traum oder ist es wahr? Düstere, lange, bildhafte Einstellungen, untermalt von beklemmender Musik ziehen den Zuschauer in eine Geschichte, die so viel mehr ist, als eine Heldenreise ... Plötzlich habe ich Lust, mal wieder eine Filmanalyse zu schreiben, den Film in Einzelteile zu zerlegen und seine Tiefen zu ergründen. Denn wenn Ritchie uns Popcorn lieferte, ähnelt Lowerys Film mehr einem Auflauf mit vielen Schichten, von denen manche auch schwer bekömmlich sind.
Daher ist der Film nichts für Momente, in denen man einfach mal Ablenkung vom Alltag sucht. Er ist für jene Zeiten, in denen man bereit ist, tiefer zu schauen.
Falls ihr euch den Film anschauen wollt: Seid offen dafür, bringt Zeit mit und lest nicht zu viele Kritiken dazu, die euch sagen wollen, dass der Film schlecht sei. Jeder entscheidet selbst 😉 Für mich ist #thegreenknight mal wieder ein Beweis dafür, wie wandelbar die Artussage ist. Eine Bereicherung der intertextuellen Wolke, die uns Bücher- und Filmmenschen umgibt.

#filmtipp #aktuellimkino #davidlowery #kingarthur #gawain